Es ist klar, dass unsere Haustiere möglichst keine Würmer haben sollten.

Vor allem wenn Kinder oder geschwächte Menschen mit Tieren zusammenleben,

sollten diese Parasitenfrei sein.

 

Wie wirken Wurmkuren?

Wurmkuren sind Gifte, die auf den Stoffwechsel der Würmer wirken.

Es gibt Wirkstoffe die eine Zellteilung der Parasiten verhindern oder auch Stoffe

die eine Dauerkontraktion der Wurmmuskulatur erzeugen.

 

Eine Wurmkur ist eine Therapie gegen einen bestehenden Wurmbefall.

Eine Wurmkur kann nicht als Prophylaxe gegen einen Wurmbefall angewendet werden.

Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die gegen verschiedene Wurmarten wirken.

 

Meine Empfehlung:

 

Durch eine Untersuchung einer Sammelkotprobe kann man Wurmeier

bzw. Wurmlarven feststellen.

Kot sollte an drei aufeinanderfolgenden Tagen, in einem Kotröhrchen welches Sie von mir

erhalten, gesammelt werden. Die Wurmeier- und Larven werden nicht bei

jedem Kotgang abgesetzt, deshalb bitte an drei Tagen sammeln!

Dieses Kotröhrchen, hole ich dann bei Ihnen ab.

Ich mache dann eine mikroskopische Voruntersuchung im Flotationsverfahren

und versende es dann gegebenenfalls noch an ein Labor.

Werden bei dieser Untersuchung dann Parasiten festgestellt,

kann mit dem entsprechenden Wurmmittel, behandelt werden.

Es muss nicht jedes Mal mit einem Kombipräparat, welches auch eine höhere Toxizität

aufweist, gegen alle Wurmarten behandelt werden, sondern es kann gezielt

mit dem richtigen Wirkstoff gegen den gefundenen Parasiten vorgegangen werden.

 

Inzwischen gibt es auch schon Resistenzen gegen Wurmmittel. Bedenken Sie bitte auch,

dass die Wirkstoffe wieder von den Tieren abgebaut werden müssen.

Ältere Tiere und Tiere mit eingeschränkter Leber oder Nierenfunktion können

diese Stoffe nur schlecht „entgiften“. Bei ihnen bedeutet jede Wurmkur eine

besondere Belastung des Organismus.

 

Deshalb meine Empfehlung: Zuerst Untersuchen

und nur bei Befall mit dem richtigen Medikament behandeln.

 

Bitte beachten Sie und Ihre Kinder auch noch einige Hygienemaßnahmen

beim Umgang mit Ihren Tieren:

>  Da die Wurmeier und Wurmlarven oft im Fell der Haustiere zu finden sind,

    die Hände möglichst nicht in den Mund nehmen und immer gut waschen.

>  Hundekot beim täglichen Spaziergang einsammeln und über den Restmüll entsorgen,

    damit die Eier, die oft lange Zeit infektiös sind, nicht von anderen Tieren 

    oder spielenden Kindern aufgenommen werden können.

>  Wenn Menschen über starken nächtlichen Juckreiz im Bereich des Anus klagen,

    schlecht schlafen und in einem insgesamt schlechten Allgemeinzustand sind,

    ist dies ein Verdacht auf einen Wurmbefall und macht einen Arztbesuch erforderlich.

>  Lag bei Ihrem Tier ein Flohbefall vor, sollte auf jeden Fall 

    eine Kotuntersuchung durchgeführt werden oder eine Behandlung

    mit einem Bandwurmmittel erfolgen, da Flöhe als Zwischenwirte für Bandwürmer

    fungieren.

 

Ich bringe Ihnen ein Kotröhrchen, hole dieses Kotröhrchen wieder bei Ihnen ab,

mache eine Voruntersuchung sende das Untersuchungsmaterial an mein Labor.

Nach ein bis zwei Tagen erhalte ich das Ergebnis und danach nehme mir die Zeit,

das Ergebnis mit Ihnen zu besprechen, telefonisch oder persönlich.

 

Für ein gesundes MiteinanderTier und Mensch